Tinnitus. Was bedeutet das?

Der Begriff Tinnitus bezeichnet das Wahrnehmungsvermögen von Geräuschen im Kopf oder in den Ohren, ohne dass eine Geräuschquelle außerhalb des Körpers vorhanden ist. Körperfunktionen erzeugen dieses Geräusch entweder bei gestörten physikalischen Vorgängen, die in der Regel behebbar sind, oder (als Symptom) bei gestörten physiologischen Abläufen, deren Behebung nicht immer gelingt.

Man unterscheidet deshalb den objektiven Tinnitus, der auch durch Außenstehende wahrzunehmen ist und den subjektiven Tinnitus, den nur die Betroffenen hören können.

Die ersten drei bis sechs Monate bezeichnet man beim subjektiven Tinnitus als Akutphase. Kann der Tinnitus in dieser Zeit nicht behoben werden, wird er als chronisch eingestuft. Man stuft ihn erst als Krankheit ein, wenn er für den Betroffenen eine schwere Belastung darstellt und sich daraus besondere Erschwernisse für das tägliche Leben oder sogar eine Behinderung ergeben. In diesem Fall betitelt man ihn als dekompensierten oder komplexen Tinnitus. Kann er gut ertragen werden, was häufig nach einer Therapie der Fall ist, spricht man von einem kompensierten Tinnitus.