Schwindel

Der Begriff Schwindel ist auf ein altdeutsches Wort zurückzuführen, nämlich "Schwinden". Beim "Schwarzwerden" vor den Augen schwinden einem die Sinne. Manchmal spricht man bei Schwindel auch von Vertigo, was nichts anderes als das lateinische Wort dafür ist. Schwindel gehört mit zu den häufigsten Beschwerden über die die Patienten in der Sprechstunde klagen. Sie beschreiben ihn meist mit dem Empfinden, daß sich alles um sie dreht, daß der Boden unter den Füßen schwankt oder dass sie meinen, ins Bodenlose zu versinken.

Schwindel - woher kommt das?

Schwindel entsteht immer dann, wenn Informationen des Auges, des Gleichgewichtsapparates im Innenohr und des Tastsinnes im Muskel, Sehnen und Gelenken fehlerhaft an das sogenannte Gleichgewichtszentrum im Gehirn weitergegeben oder dort nicht richtig verarbeitet werden. Schwindel ist deshalb immer ein Alarmzeichen, hinter dem sich z. B. Erkrankungen des Ohres oder des Auges, des Herz-Kreislauf-Systems oder Störungen des Halteapparates des Kopfes verbergen können. Bei jeder Art von Schwindelsymptomatik ist eine gründliche ärztliche Untersuchung notwendig. Im Rahmen der Schwindeldiagnostik ist eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen fachärztlichen Disziplinen, wie z. B. Hals-Nasen-Ohren Arzt, Augenarzt, Neurologe, Internist, Orthopäde und Radiologe notwendig. Im Rahmen der Schwindeldiagnostik spielt der HNO-Arzt eine Schlüsselrolle. Er überprüft die Funktionen des Gleichgewichtsorganes und des Kopfhalteapparates und ist somit in der Lage maßgeblich zur Klärung der Schwindelursache beizutragen.

Nach durchgeführter, gründlicher Diagnostik hat der HNO-Arzt die Möglichkeit in vielen Fällen eine ursächliche Schwindeltherapie zu betreiben. Das Behandlungsspektrum reicht von Akupunktur über spezielle Manipulationen, Infusionsbehandlungen, Schwindeltraining bis zur symptomatischen medikamentösen Therapie.